Gelenkerkrankungen beim Senior-Hund: Ursachen, Symptome und Hilfe
Wenn die täglichen Spaziergänge kürzer werden und das Aufstehen am Morgen sichtlich Mühe bereitet, leiden viele Besitzer mit ihrem Tier mit. Gelenkerkrankungen beim Senior-Hund sind ein Thema, das fast jeden Halter eines älteren Vierbeiners früher oder später beschäftigt.
Die Biomechanik des Schmerzes
Ein gesundes Gelenk wirkt wie ein Stoßdämpfer. Im Alter wird die Knorpelschicht abgebaut oder die Gelenkschmiere dünnflüssiger. Das Ergebnis dieser Prozesse ist leider fast immer: Schmerz.
1. Arthrose – Der schleichende Verschleiß
Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung. Es ist ein degenerativer Prozess, bei dem der Knorpel unwiederbringlich verloren geht.
- Das „Einlaufen“: Typisch ist die morgendliche Steifheit, die nach 5-10 Minuten Bewegung besser wird.
- Wetterfühligkeit: Feuchtigkeit und Kälte verschlimmern die Symptome oft.
2. Spondylose – Die Wirbelsäule
Hier bilden sich knöcherne Brücken zwischen den Wirbeln. Dieser Prozess ist während der Entstehung sehr schmerzhaft.
Die stille Sprache des Schmerzes
Hunde leiden meist stumm. Achte auf diese subtilen Anzeichen:
- Meideverhalten: Treppen oder das Auto werden plötzlich gemieden.
- Lecken: Hunde belecken schmerzende Gelenke oft bis zur Kahlheit.
- Wesensänderung: Plötzliche Knurrigkeit bei Berührung oder Trubel.
- Hecheln in Ruhe: Starkes Hecheln am Abend kann ein Zeichen für Schmerz sein.
Ganzheitliches Management: So hilfst du
Gelenkprobleme lassen sich meist nicht heilen, aber hervorragend managen:
- Medizin: Moderne Antikörper-Therapien (Spritze beim Tierarzt) wirken oft Wunder.
- Physiotherapie: Hilft, die stützende Muskulatur zu erhalten.
- Gewicht: Jedes Kilo zu viel belastet die entzündeten Gelenke massiv.
- Zuhause: Nutze Rampen und rutschfeste Teppiche auf glatten Böden.
Fazit
Lebensqualität ist keine Frage des Alters. Mit der richtigen Kombination aus Schmerztherapie, angepasster Bewegung und Rücksicht kann dein Senior noch eine wundervolle, schmerzfreie Zeit erleben.
