Inkontinenz bei alten Hunden


Inkontinenz bei älteren Hunden ist ein Thema, das viele betrifft und über das man oft nicht gern spricht. Bei meinem eigenen Hund habe ich irgendwann gemerkt, dass er die Blase nicht mehr so gut halten konnte. Am Anfang waren es nur ein paar Tropfen, manchmal war sein Fell im unteren Bereich nass oder er hat sich dort ungewöhnlich oft geleckt. Erst dachte ich, es wäre ein einmaliger Unfall, aber als es häufiger passierte, habe ich genauer hingeschaut.

Woran man Inkontinenz erkennt: Der Hund verliert Urin, obwohl er draußen war. Er leckt viel an der Genitalregion. Er wird unruhiger oder möchte öfter raus. Wenn so etwas auffällt, lohnt es sich, die Situation genauer zu beobachten.

Die Ursachen können unterschiedlich sein. Im Alter lässt die Muskulatur der Blase nach und hormonelle Veränderungen können eine Rolle spielen. Harnwegsinfektionen können ebenfalls zu plötzlicher Unsauberkeit führen. Manchmal stecken auch Probleme mit den Nieren oder der Blase dahinter, wie Steine oder Entzündungen. Auch Erkrankungen des Nervensystems, zum Beispiel durch Rückenprobleme, können Einfluss auf die Blasenkontrolle haben. Dazu kommt, dass manche Medikamente den Harndrang erhöhen können. Wichtig ist, dass man nicht einfach vom Alter ausgeht, sondern den Hund tierärztlich untersuchen lässt.

Was mir im Alltag geholfen hat: Regelmäßige Tierarztbesuche und Untersuchungen wie Urin- und Bluttests. Eine feste Toilettenroutine, damit der Hund regelmäßige Möglichkeiten hat, sich zu lösen. Gewichtskontrolle, denn ein paar Kilo zu viel belasten die Blase zusätzlich. Außerdem nutze ich Hundewindeln und waschbare Unterlagen, wenn es nötig ist. Bei Bedarf gibt es auch Medikamente oder hormonelle Unterstützung, die der Tierarzt empfehlen kann.

Im Alltag hilft Geduld am meisten. Hunde spüren Stress sofort. Ein Urin-Tagebuch hat mir dabei geholfen, Veränderungen festzuhalten und dem Tierarzt genaue Infos zu geben. In der Wohnung kann man einiges erleichtern, zum Beispiel mit rutschfesten Böden oder Bereichen, die der Hund leicht erreichen kann. Manchmal helfen auch Nahrungsergänzungen, aber nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt.

Inkontinenz ist kein Grund zur Panik. Mit Routine, den richtigen Maßnahmen und ein bisschen Organisation kann man einem älteren Hund das Leben deutlich angenehmer machen.

Meine persönliche Checkliste sieht inzwischen so aus: Ich achte darauf, ob mein Hund tröpfelt oder nass ist. Ich beobachte, wie oft und in welchen Situationen es passiert. Ich gehe regelmäßig zum Tierarzt und lasse Blut und Urin untersuchen. Wenn nötig, machen wir weitere Untersuchungen. Ich halte mich an feste Toilettenzeiten, achte auf das Gewicht meines Hundes und passe die Umgebung an. Hundewindeln und waschbare Unterlagen nutze ich ohne schlechtes Gewissen, weil sie uns den Alltag erleichtern. Ich sorge dafür, dass er genug trinkt, und bespreche Nahrungsergänzungen immer vorher mit der Tierärztin. Veränderungen notiere ich sofort. Und wenn es schlimmer wird, lasse ich es abklären, statt abzuwarten. Am wichtigsten finde ich: Ruhe bewahren und dranbleiben.

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